Holzmarkt 2022 war bislang von großen Schwankungen geprägt

Die Holzpreise liegen auf guten Niveau - der Markt ist allerdings äußerst instabil. Foto: stock.adobe.com
Von großen Schwankungen war der Holzmarkt in den ersten 10 Monaten des Jahres 2022 geprägt.
Dabei war das Jahr bisher von günstigen Rahmenbedingungen für Holzernteaktivitäten geprägt. Die Holzpreise liegen nach den Jahren mit massivem Borkenkäferbefall wieder auf einem höheren Niveau, was sich positiv auf das Einkommen aus der Waldbewirtschaftung auswirkt. Allerdings ist das Marktgeschehen schnelllebiger geworden und so mancher Waldbesitzer muss sich erst daran gewöhnen, dass die Preise relativ schnell nach oben und genauso schnell wieder nach unten gehen können. Ebenso steigen wie in allen Branchen auch im Wald die Produktionskosten, konkret für Holzernte und Bringung.

„Positiv zu werten ist, dass die in Oberösterreich durch Borkenkäferbefall verursachte Holzmenge keine negativen Auswirkungen auf das Marktumfeld hatte. Auch ließ sich das im Sommer durch regionale Gewitterstürme angefallene Schadholz mit leichten Abfuhrverzögerungen in die Holzvermarktung integrieren“, erläutert Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

„Der „Hype“ auf Energie-, und Industrieholz ist getrieben von der massiven Nachfrage nach Holzbrennstoffen aller Art (Brennholz, Waldhackgut, Pellets, usw.). Derzeit verschieben sich große Warenströme in der gesamten Wertschöpfungskette Holz in Richtung Wärme und Stromerzeugung", erläutert Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.