Gute Kennzahlen, zufriedene Kunden: SMW trotzt herausfordernden Zeiten

Blicken trotz schwieriger Zeiten optimistisch in die Zukunft: die SMW-Vorstände Christian Terink (li.) und Peter Werner. Foto: SMW
Trotz der äußerst herausfordernden Zeiten steuert die Sparkasse Mühlviertel-West (SMW) auf Erfolgskurs: Im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel-Magazin freuen sich die Vorstände Christian Terink und Peter Werner über gute Kennzahlen ebenso wie über zufriedene Kunden. Die Fragen stellte Chefredakteur Bernhard Haudum.

Zuerst Corona, nun der Ukraine-Krieg mit all seinen unerfreulichen wirtschaftlichen Begleiterscheinungen. Wie geht eine führende Regionalbank wie die SMW damit um?

Christian Terink: Wir versuchen, der zweifellos sehr schwierigen Gemengelage mit noch mehr Engagement und Kundennähe zu begegnen. Gerade jetzt ist es wichtig, mit jener Kompetenz zu agieren, die unsere Bank seit jeher auszeichnet. Das Vertrauen der Kunden ist ein hohes Kapital, mit dem wir sehr, sehr achtsam umgehen.

Ein Bereich, der besonders unter den Verwerfungen zu leiden hat, ist der Wohnbau. Spürt das die SMW auch?

Christian Terink: Aktuell laufen die Finanzierungen noch nach Plan – aber wir merken im Hinblick auf 2023 eine deutlich sinkende Nachfrage nach Krediten und Finanzierungen. Die vom Gesetzgeber geforderte, deutlich höhere Eigenkapitalausstattung zeigt dabei ebenso Wirkung wie die Probleme mit den Lieferketten.

Peter Werner: Dabei könnten die doch recht unflexibel gestalteten Eigenkapitalvorschriften für viele Junge zu einem echten Problem werden. Wir zweifeln schon ein bisschen daran, ob die nun gültige Regelung tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist.

Sollte es hier Nachbesserungen geben?

Peter Werner: Das wäre durchaus wünschenswert. Man könnte sich hier ein Beispiel an anderen Ländern nehmen, wo es angepasste Regelungen jungen Menschen leichter möglich machen, in die Schaffung von Wohneigentum zu investierten.

Stichwort „Junge Menschen“: Wie geht es der SMW auf dem weitgehend ausgedünnten Mühlviertler Arbeitsmarkt bei der Suche nach jungen Mitarbeitern?

Christian Terink: Erfreulich gut. Die entsprechenden Investitionen zahlen sich aus. Nachdem wir bereits im letzten Jahr mit mehreren Lehrlingen sehr gute Erfahrungen gemacht haben, verstärken seit wenigen Wochen drei weitere junge Berufseinsteiger unser Team. Das Interesse an den Jobs war sehr groß. Und auch bei den regulären Stellen, die bei uns frei werden, dürfen wir uns über genügend Bewerber freuen.

Worauf ist das zurückzuführen?

Peter Werner: Wir genießen in der Region einen hervorragenden Ruf. Dazu sind wir vor Ort bestens verwurzelt. Diese gelebte Regionalität zeigt Wirkung und schlägt nicht nur bei der Kundenbindung, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt durch.

Ein Großteil des Geschäftsjahres 2022 ist bereits gelaufen. Wie ist Ihre Bank wirtschaftlich unterwegs?

Christian Terink: Sehr gut. Nach einem äußerst erfolgreichen ersten halben Jahr sind wir zuversichtlich, die guten Zahlen auch ins Ziel zu bringen. Wobei wir nicht nur bei den Erträgen, sondern auch in puncto Wachstum bestens unterwegs sind.

Peter Werner: Beim Wachstum freuen wir uns besonders über die Auszeichnung als ‚Aufsteiger des Jahres‘, die wir kürzlich überreicht bekamen. Wir hatten unter allen 47 österreichischen Sparkassen  die beste Kennzahlenentwicklung in den letzten Jahren und wurden dafür bei der Sparkassen Award-Gala in Wien geehrt.

Rechnen Sie auch für 2023 mit einem Wachstum?

Christian Terink: Auch wenn sich die wirtschaftliche Lage insgesamt gesehen doch etwas eintrübt, sind wir grundsätzlich optimistisch. Vor dem Hintergrund unserer soliden Ausrichtung hoffen wir, gut durch die herausfordernde Zeit zu kommen. Dies umso mehr, da wir von unseren Kunden mit einem Höchstmaß an Zufriedenheit für unsere Arbeit bedacht werden.

Spielt dabei auch das umfassende digitale Angebot eine Rolle?

Christian Terink: Zweifellos. Die Kunden schätzen die Kompetenz in diesem Bereich. Wobei diese nur ein Teil des Erfolges ist: Die persönliche Beratung ist nach wie gefragt und eine ganz, ganz wichtige Säule.

Peter Werner: Das kann ich insofern mit Nachdruck bestätigen, als jüngste Studien belegen, dass sogar die ganz Jungen auf einen persönlichen Ansprechpartner in allen Geldfragen Wert legen. Dieser wird je nach Wunsch gerne auch auf digitalem Weg kontaktiert – er sorgt aber mit seiner Kompetenz und seiner Betreuung dafür, dass jene Sicherheit spürbar wird, die gerade in unruhigen Zeiten besonders wichtig ist.