Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger macht sich für Biomasse statt russischem Gas stark

Die oö. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger setzt sich für den Ausbau der Biomasse-Anlagen ein. Sie drängt darauf, die fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen rasch zu beschließen. Foto: Hermann Wakolbinger
Für den Einsatz von heimischem Biogas statt russischem Erdgas macht sich die oö. Agar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger stark.

Österreichs Abhängigkeit von russischem Erdgas stellt das ganze Land vor große Herausforderungen und macht sich bei vielen schmerzlich im Geldbörsel bemerkbar. „Wir müssen raus aus der Abhängigkeit und rein in die Unabhängigkeit. Beste Maßnahme hierfür ist der Ausbau der erneuerbaren Energien“, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. „Sonne, Wasser, Wind und Biomasse sind vor Ort vorhanden, schaffen regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit und erpressen uns nicht, um ihren politischen Willen durchzusetzen" -so die VP-Politikerin.

Auch die Bäuerinnen und Bauern haben die Notwendigkeit der Energiewende und die Chancen, die sich daraus für sie ergeben, erkannt. „Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist fähig, die Energiewende stark zu pushen. Es gibt beinahe kein Hof-Dach mehr, dass keine PV-Anlagen installiert hat. Viele würden auch gerne Wärme und Strom in Biomasse- oder Biogas-Anlagen für die Bevölkerung zur Verfügung stellen. Einzig die gesetzlichen Grundlagen dafür fehlen. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ist zwar beschlossen, es mangelt aber immer noch an einer zentralen Verordnung zur Umsetzung der EAG-Ziele, der Marktprämienverordnung“, betont Langer-Weninger.

Ohne die EAG-Marktprämienverordnung fehlt es vielen bäuerlichen Energie-Erzeugern und Klein-Kraftwerksbetreibern an der notwendigen Rechtssicherheit für den Bau und Betrieb einer Biomasse- bzw. Biogas-Anlage. Aber nicht nur an der Umsetzung mangelt es, sondern auch beim Verordnungsinhalt. „Die im Entwurf festgesetzte Mindestvergütung muss an die erhöhten Bau- und Investitionskosten angepasst werden. Die Investitionskosten haben sich bei kleinen Anlagen um bis zu 40 Prozent erhöht, das muss sich auch in der Marktprämienverordnung widerspiegeln“, schildert Christoph Pfemeter vom Biomasse-Verband Österreich. Der Experte erklärt weiter: „Die Marktprämie garantiert einen Mindestabnahmepreis. Liegt dieser unter den Erzeugungskosten für Strom, müssen voll funktionsfähige Anlagen bei fallendem Strompreis abschalten. Gerade kleine Stromproduzenten brauchen diese Absicherung, um überhaupt investieren zu können. Eine Erhöhung des anzulegenden Wertes von 10 bis 15 %, also deutlich über 2 Cent/KWh, würde hier schon ausreichen.“

Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger unterstützt den Vorschlag des Biomasseverbandes, die Marktprämie deutlich zu erhöhen, erkennt aber auch die Notwendigkeit zum Handeln: „Es ist wichtig, bei der Gesetzgebung nichts zu überstürzen und genaue, umsetzbare Regelungen zu treffen. Doch jetzt im Klein-Klein stecken zu bleiben, wenn ein großes Problem vor der Haustüre steht, ist auch keine Alternative. Ich fordere vom Energieministerium die gesetzlichen Grundlagen zum Ausbau der erneuerbaren Energien rasch fertigzustellen. Nur so können wir uns von der Abhängigkeit vom Russengas lösen und Österreich in Richtung Klimaneutralität und Energie-Autarkie führen.“  -lk-