Landwirtschaft: Zwischen guter Ernte und Totalausfall

Die Getreideernte fiel teilweise hervorragend aus. Foto: beha
Zwischen exzellenten Ergebnissen und kompletten Ernteausfällen liegen heuer oft nur wenige hundert Meter: Die schweren Unwetter mit Hagel haben sich nicht nur auf die Ernte ausgewirkt, sondern zudem auch noch tausende Festmeter Schadholz zum Leidwesen der Bauern verursacht.

Während in den hagelfreien Zonen zum größten Teil sehr erfreuliche und etwa bei der Wintergerste sogar exzellente Ernteergebnisse eingefahren werden konnten, kam es in den von den Unwettern stark betroffenen Regionen zu erheblichen Ausfällen. So sieht die grundsätzliche Erntebilanz der Landwirtschaftskammer aus. In ganz Oberösterreich seien bisher über 120.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen vom Hagel betroffen gewesen, darunter große Teile im Mühlviertel. Der Bezirk Rohrbach sei neben Vöcklabruck der von Totalschäden am stärksten betroffene Bezirk, heißt es aus der Landwirtschaftskammer.

Nicht nur Ackerkulturen, sondern auch tausende Hektar Grünland wurden vom Hagel schwer in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Hagel ist vielen Bauern nicht nur ein Schnitt verloren gegangen, auch die Silomaisbestände wurden in manchen Regionen komplett vernichtet. Dazu kommen noch bereits gelagerte Siloballen, die von den Hagelkörnern beschädigt und erneut gewickelt werden mussten.

Die außergewöhnlich starken Gewitterstürme haben auch in den heimischen Wäldern ihre Spuren hinterlassen. In Oberösterreich haben die Unwetter laut Schätzungen der Bezirksforstinspektionen insgesamt 250.000 Festmeter Schadholz verursacht. Das entspricht rund zehn Prozent des durchschnittlichen jährlichen Holzeinschlags.