Die oö. Wirtschaft trauert um einen Macher: WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer verstorben

WKÖ-Direktor Hermann Pühringer starb nach langer, schwerer Krankheit. Foto: WKOÖ/Robert Maybach
Um einen Macher und begnadeten Netzwerker trauert die oö. Wirtschaft: Der aus Kleinzell stammende und in Puchenau lebende Direktor der WKOÖ, Hermann Pühringer, verstarb nach langer, schwerer Krankheit im 56. Lebensjahr.

„Hermann Pühringer hat über viele Jahre mit ganzer Kraft und vollem Einsatz für den Wirtschaftsstandort und seine Wirtschaftskammer Oberösterreich gearbeitet. Zahlreiche Initiativen – von der Förderung von Jungunternehmern bis zu Exportoffensiven – tragen seine Handschrift. Als unermüdlicher Netzwerker und Interessensvertreter der Wirtschaft hat er sich einen hochgeschätzten Namen gemacht und den Standort maßgeblich mitgeprägt“, würdigt Präsidentin Doris Hummer mit großer Trauer den verstorbenen WKOÖ-Direktor. „Hermann war ein guter Freund und Kollege, mit viel Sinn für Humor. Seine schwere Krankheit zwang ihn nun - gegen sein Bestreben - zum Rückzug aus dem Tagesgeschäft. Er blieb jedoch ein aufmerksamer Beobachter und Berater.“

Hermann Pühringer – 1965 geboren – wuchs in Kleinzell im Mühlkreis auf und maturierte 1984 am Realgymnasium in Rohrbach. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität in Linz. Nach diversen Projekten in der Unternehmensberatung startete er 1991 seine Karriere in der Wirtschaftskammer Oberösterreich als Landesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft und ab 1995 auch als Landesgeschäftsführer von Frau in der Wirtschaft. Von 2001 bis 2013 leitete er die Abteilung Wirtschaftspolitik und Außenhandel und von 2014 bis 2018 war er Direktor-Stellvertreter. 2018 folgte er Walter Bremberger als Direktor der WKOÖ nach.
Mit seinem innovativen Denken und seiner zupackenden Art hat Hermann Pühringer in allen Funktionen Neues auf den Weg gebracht und vorangetrieben. Junge Wirtschaft und Frau in der Wirtschaft hat er als maßgebliche Organisationen im Haus der oö. Wirtschaft positioniert und die beiden Netzwerke der Jungunternehmer bzw. der unternehmerisch tätigen Frauen flächendeckend in ganz Oberösterreich ausgebaut. In dieser Zeit fällt auch der Startschuss für den heute noch erfolgreiche Oö. Jungunternehmerpreis.

Als Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und Außenhandel war ihm u.a. der Export ein großes Anliegen, der Ausbau des Export Centers gemeinsam mit dem Land OÖ und der Exporttag als Highlight-Veranstaltung des Exportbundeslandes Oberösterreich zählen hier zu seinen Meilensteinen. Mit dem Buch „Zukunft Wirtschaft“ hat er auf Basis eines branchen- und bezirksübergreifenden Diskussionsprozesses eine Leitvision zu den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Oberösterreich herausgegeben.
Auch als Direktor brachte er Neues auf den Weg und hat damit den Zukunftskurs der Wirtschaftskammer Oberösterreich maßgeblich mitgestaltet. Dazu zählen u.a. die Branchenverbünde, die Unternehmen ohne Rücksicht auf deren Fachgruppen- oder Spartenzugehörigkeit nach Themen bündeln, gemeinsame Interessen verfolgen und damit ein stärker fokussiertes Branchenmanagement ermöglichen.