Wirtschaftsbund verärgert: „Anschober legt der Wirtschaft faule grüne Eier ins Osternest“

Der oö. WB-Direktor Wolfgang Greil ist über die Vorgangsweise von Gesundheitsminister Anschober verärgert. Foto: WB/Starmayr
Gar nicht gut ist der oö. Wirtschaftsbund auf Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen zu sprechen: Die Wirtschaftsvertretung der OÖVP bezichtigt diesen, die Wirtschaft mit unnötigen Schikanen zu belasten.

„Kurz vor Ostern muss die seit einem halben Jahr geschlossene Gastronomie erfahren, welche ‚Ostergeschenke‘ der Gesundheitsminister für sie geplant hat. Während der größten Krise der zweiten Republik hat dieser nichts Besseres zu tun, als den Unternehmern die nächsten faulen grünen Eier ins Osternest zu legen“, zeigt sich WB-Direktor Wolfgang Greil über die von Gesundheitsminister Anschober präsentierten Verordnungsentwürfe für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie verärgert.

Das Koalitionsabkommen mit der VP unterscheidet nämlich eindeutig zwischen Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegungen - und nur für letztere ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung geplant. „Unsere Wirte wissen nicht, wie es mit ihrer Lebensgrundlage weitergeht und wollen endlich Perspektiven für ein sicheres Öffnen. Stattdessen präsentiert der Gesundheitsminister die nächste Bürokratiefessel,“ ergänzt Thomas Mayr-Stockinger. Der Gastwirt und Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WKO Oberösterreich warnt vor den kaum abschätzbaren wirtschaftlichen Schäden, die eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel auslösen könnte: „Der Zwang zur Herkunftskennzeichnung ist eine Bürokratie-Keule, die Existenzen gefährdet.“

„Zuerst die NoVA-Erhöhung für Klein-LKW, dann der Wunsch nach Einführung von PET-Pfand und die Lebensmittelkennzeichnung in der Gastronomie. Alles Punkte, die nicht im Koalitionsabkommen vereinbart wurden. Was ist der nächste grüne Anschlag auf die krisengebeutelte Wirtschaft?“, fragt Greil - und findet mit seiner Kritik bei den Wirtschaftstreibenden breite Unterstützung: Dort ist man - wie zuletzt auch in der Printausgabe des Mühlviertel Magazins berichtet - auf Anschober alles andere als gut zu sprechen.