Flaute nach Öffnungsboom: Die heimischen Friseure kämpfen mit Umsatzeinbußen

Durch die strengen Test-Auflagen bleiben bei den heimischen Friseuren die Kundschaften aus. Foto: stock.adobe.com
Nachdem in den ersten Tagen nach der Lockerung der Covid-Beschränkungen kaum ein Termin zu bekommen war, macht sich bei den heimischen Friseuren inzwischen zusehends wirtschaftliche Tristesse breit: Durch die strengen Test-Auflagen bleibt die Kundschaft aus.

Die offiziellen Tests stellen für viele Kunden ein derartiges Erschwernis dar, das sie nicht bereit sind, diese öfters in Kauf zu nehmen. 43 Prozent der Österreicher schätzen den Aufwand eines Tests extra für den Friseurbesuch als zu hoch ein, so die Ergebnisse einer aktuellen market-Umfrage. Die Termine für die Covid-19-Tests neben Job, Verantwortung in der Familie und anderen Verpflichtungen zu koordinieren und wahrzunehmen, ist für viele Menschen zu aufwändig.

Daher tritt Landesinnungsmeisterin Erika Rainer für die Anerkennung von Selbsttests ein. Auch die Schnelltests bei Jugendlichen, die sie in der Schule machen, sollten als Zutrittstests Gültigkeit erlangen. „Mit so einem niederschwelligen Eintrittstest würden spontane Friseurtermine wieder möglich. Das aufwändige Jonglieren mit Terminen wäre hinfällig. Und es würde jenen Salons helfen, die große Umsatzverluste haben, weil die Laufkundschaft ausbleibt.“

Um diese Umsatzverluste abzufedern, bemüht sich die Landesinnung, weitere finanzielle Unterstützungen für die Branche auf die Beine zu stellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Information der Betriebe, um die sich u.a. die Bezirksstelle Freistadt der WKOÖ mit der Organisation eines runden Tisches kümmert.