Kein Sieg und „nur“ Dritter in der Staatsmeisterschaft: Höller blieb heuer ohne Titel

Ein Bild mit Symbolcharakter: Öfter als ihm lieb war, wurde Alois Höller (gelbes Auto) heuer in Zwischenfälle verwickelt. Foto: Hoedl
Eine ungewöhnliche Saison erlebte heuer der Mühlviertler Rallycrosser Alois Höller (Ford Fiesta 4x4): Erstmals seit Jahren blieb der Routinier aus Götzendorf bei Rohrbach 2021 ohne Sieg und ohne Titel.

„2021 war definitiv nicht mein Jahr. Es ist nicht viel zusammengelaufen“, resümierte Höller nach dem ÖM-Saisonfinale in Greinbach, das er auf dem sechsten Endrang beendete. Techniktroubles, Unfälle und Pech führten dazu, dass er seine stattliche Sammlung von 42 Titeln nicht weiter aufstocken konnte.

Die schwarze Serie begann dabei bereits bei der ersten Doppelveranstaltung in Greinbach im Frühsommer: Im ersten Heat noch Dritter, musste er im zweiten Rennen nach einem Unfall vorzeitig die Segel streichen. Mit dem Crash waren nicht nur eine Menge Punkte dahin – auch der Motor seines Boliden nahm diesen nachhaltig übel. Trotz vieler Stunden in der Werkstätte gab es in der Folge damit immer wieder Probleme. Diese waren auch darauf zurückzuführen, dass der Götzendorfer das Triebwerk inzwischen wie die berühmte Zitrone ausquetschen muss. „Um mit den starken Autos der Konkurrenz mitzuhalten, sind wir permanent am Limit“ - so Höller dazu.

Kurzfristig Hoffnung

Mit einem zweiten Platz im italienischen Castelleto gab es nach der Sommerpause kurzfristig noch einmal Hoffnung. Alois Höller sah dort auch gegen internationale Gegner wieder Land und meldete sich zudem im Rennen um den Titel zurück. Allerdings nur kurz: Beim  nächsten Rennen in Greinbach muckte die Elektronik an seinem Boliden und  der Mühlviertler landete im geschlagenen Feld. Als dann auch noch das in Melk geplante Saisonfinale mit zwei Rennen coronabedingt abgesagt wurde, war die Chance auf eine Top-Platzierung in der Meisterschaft endgültig dahin.

Noch eine Chance

Trotz der durchwachsenen Meisterschaft hofft der für den MSC Rottenegg startende Ford-Pilot, die Saison 2021 nicht ganz ohne Erfolg beenden zu müssen. Die größte Chance auf einen solchen gibt es beim österreichischen Race of Champions Ende Oktober im PS-Center in Greinbach. Höller geht bei diesem gleich als doppelter Titelverteidiger an den Start: Einerseits möchte er seinen Sieg in der Rallycross-Wertung aus dem Vorjahr wiederholen – und andererseits ist er in Sachen Streckenrekord der Gejagte. Nachdem er im letzten Jahr im Duell mit den bärenstarken Boliden aus der Rallye- und Bergrallyeszene die Oberhand behielt, möchte er auch heuer wieder zeigen, das der Weg zur Bestzeit nur über ihn führt.