DI Josef Rathgeb neuer Bezirks-Jägermeister: „Die Jagd steht für die Achtung vor der Natur“

Jagdliche Hofübergabe im Bezirk Urfahr-Umgebung: v.l.: Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner, Margot und der neue Bezirksjägermeister Josef Rathgeb, Vroni und der scheidende Bezirksjägermeister Franz Burner. Foto: Jagdverband UU
Mit einer klaren Prämisse tritt der neue Urfahraner Bezirksjägermeister DI Josef Rathgeb sein Amt an: „Die Jagd steht für die Achtung vor der Natur und vor dem Geschöpf“, sagt der Oberneukirchner, der auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde und Abgeordneter zum oö. Landtag ist.

Rathgeb wurde beim Bezirksjägertag in Bad Leonfelden mit 100 Prozent der Stimmen in seine neue Funktion gewählt. Er folgt in dieser Franz Burner nach, der ein Vierteljahrhundert an der Spitze des Urfahraner Jagdverbandes stand. Neben der engagierten Vertretung der Interessen der rund 1.200 Jägerinnen und Jäger in der Region geht es dem neuen Bezirksjägermeister vor allem darum, den Mehrwert der Jagd auch öffentlich sichtbar zu machen. „Jagd ist gelebter Natur- und Artenschutz und in dieser Funktion ebenso unverzichtbar wie als Kulturträger und als Teil der Ernährungssicherheit“, sagt Josef Rathgeb. Nicht umsonst sei die Jagd in Pandemiezeiten als „systemrelevant“ eingestuft worden. Das erstklassige Wildbret auf dem Teller stehe dabei – so der neue Bezirksjägermeister – am Ende einer langen Kette aus Hege und Pflege. Bei dieser rücke das Dreieck zwischen Waldbesitzern, Jägern und der Behörde besonders in den Fokus. „Ein korrektes Miteinander auf Augenhöhe ist mir ganz wichtig. Dieses weiter zu stärken und auszubauen, ist eines meiner großen Ziele als Bezirksjägermeister“, betont Rathgeb.

Keine Nachwuchssorgen

Bei „seinen“ 1.200 Jägern kennt der neue Jagdchef des Bezirkes Urfahr-Umgebung keine Nachwuchssorgen. „Die Nachfrage nach den Kursen zur Vorbereitung auf die Jagdprüfung ist ungebrochen“, freut sich Josef Rathgeb – und verweist auf den zunehmenden Anteil an Jägerinnen. Dieser liege mittlerweile bei mehr als 10 Prozent der aktiven Jäger. Die Damen sind auch in das jagdliche Brauchtum fix mit eingebunden, das Rathgeb ebenfalls besonders am Herzen liegt. „Jagdhornbläser oder der jagdliche Gesang sind seit jeher ein Herzstück des Kulturlandes Oberösterreich. Dieses zu pflegen bzw. weiter zu erhalten, ist eine ganz wichtige Aufgabe“, betont der Bezirksjägermeister.

Jäger aus Leidenschaft

Seine persönliche Liebe zur Jagd entdeckte Josef Rathgeb schon in frühester Jugend. „Ich komme aus einer Jägerfamilie, mein Vater und mein Großvater waren passionierte Jäger und auch Jagdleiter“, erzählt der Oberneukirchner. Die Leidenschaft für die Jagd verbindet ihn auch mit seiner Gattin Margot, die die Vorzüge des traditionellen Waidwerkes ebenfalls zu schätzen weiß. Beide sind fest in der jagdlichen Gemeinschaft in ihrer Heimatgemeinde verankert, die Rathgeb nicht missen möchte. „Jagd heißt auch Kameradschaft, heißt Freundschaft und hat damit in der Gesellschaft eine entsprechende Relevanz“, sagt der neue Bezirksjägermeister.       -b.h.-