Bürgermeister-Stichwahlen: Überraschungen, Niederlagen und Achtungserfolge

Die Stichwahlen um das Bürgermeisteramt sorgten für die eine oder andere Überraschung. Foto: stock.adobe.com
Mit den Bürgermeister-Stichwahlen am 10. Oktober gingen die Kommunalwahlen in ihre vorletzte, entscheidende Runde: Bis auf wenige Gemeinden, wo der einzig verbliebene Bürgermeisterkandidat am 24. Oktober noch bestätigt werden muss, stehen die Ortschefs nun fest.

Dabei gab es die eine oder andere Überraschung: So bekommt Steyregg nun einen SPÖ-Bürgermeister. Gerhard Hintringer konnte sich mit 51,31 Prozent knapp gegen David Lackner von der bisherigen Bürgermeisterpartei SBU durchsetzen. In Gallneukirchen fuhr SP-Kandidat Josef Wall-Strasser mit 60,45 Prozent Zustimmung einen deutlichen Erfolg gegen Helmut Hattmannsdorfer (VP) ein, in Ottensheim konnte VP-Amtsinhaber Franz Füreder mit 52,74 Prozent gegen Klaus Hagenauer von der Bürgerliste pro O das Rennen machen. Eng ging es in Feldkirchen an der Donau her, wo es der bisherige Bürgermeister David Allerstorfer (SP) mit gerade einmal 71 Stimmen Vorsprung auf Herausforderin Sabine Lindorfer (VP) schaffte, im Amt zu bleiben. Dies gelang auch Herbert Fürst (VP) in Engerwitzdorf, er wurde mit 54,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Nicht gewählt wurde in Reichenau/M.: Dort zog Amtsinhaber Hermann Reingruber (VP) seine Kandidatur zurück. Damit gibt es jetzt am 24. Oktober eine Abstimmung über den Spitzenkandidaten der Bürgerliste MiR, für die sich Peter Rechberger der Wahl stellt.

VP-Desaster in Freistadt

Eine schwere Schlappe musste die bislang dominierende ÖVP in Freistadt hinnehmen: Nachdem man bereits bei den Gemeinderatswahlen kräftig ablegte, ging nun auch das Bürgermeisteramt mit Pauken und Trompeten flöten: Amtsinhaberin Elisabeth Teufer erhielt nur 40,62 Prozent der Stimmen und musste SP-Herausforderer Christian Gratzl damit ganz klar den Vortritt lassen. Besser machte es da Teufers Parteikollege Johannes Matzinger in Unterweitersdorf, der mit 54,84 Prozent der Stimmen für die Volkspartei das Bürgermeisteramt holte.

Im Bezirk Perg verlor in St. Georgen an der Gusen mit Erich Wahl eine renommierte SPÖ-Größe die Direktwahl gegen Andreas Derntl von der ÖVP, in der Bezirkshauptstadt selber bleibt Anton Froschauer (VP) mit 53,43 Prozent der Stimmen im Amt. Gleiches gilt für Elisabeth Höfler in Aigen-Schlägl im Bezirk Rohrbach, die sich mit 53,36 Prozent durchsetzen konnte. Deutlich enger ging da in St. Johann am Wimberg her, wo es Amtsinhaber Albert Stürmer (VP) ganzen 23 Stimmen verdankt, dass er gegenüber SP-Herausforderin Juliane Fuchs als Sieger aus der Stichwahl ging.