Steigende Coronazahlen: Polizei und Bundesheer rüsten sich für Schwerpunktkontrollen

Sollten die Corona-Infektionen weiter steigen, sind auch in Oberösterreich einschneidende Kontrollmaßnahmen vorgesehen. Foto: stock-adobe-com/Spitzbart
Für möglicherweise schon bald notwendige Schwerpunktkontrollen in einzelnen oö. Bezirken rüsten sich Polizei und Bundesheer: Damit soll die weitere Verbreitung des Corona-Virus unterbunden werden.

Konkret ist vorgesehen, dass ab einer 7-Tages Inzidenz von 400 über den Zeitraum einer ganzen Woche entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass eine Ausreise aus der jeweiligen Region nur mit einem negativen Corona-Test möglich ist.

In Oberösterreich wurden für diesen Fall Vorbereitungen für die Bezirke und die Gemeinden gleichermaßen getroffen. Wie notwendig das ist, zeigt das Beispiel des Bezirkes Perg: Dort sind die Infektionszahlen in den letzten Tagen regelrecht in die Höhe geschnellt. Mit Stand 13. März lag die bezirksweite Inzidenz bereits über 400, in einzelnen Gemeinden sogar über der 1.000er-Marke.

Die Perger Zahlen und jene in den übrigen Regionen werden jetzt beobachtet - und dann über weitere Schritte entschieden. Diese stellen sich dabei durchaus komplex dar: „Wir haben in einem Flächenbundesland wie Oberösterreich die Herausforderung, dass wir Bezirke nicht wie etwa in Tirol abriegeln können, weil die Zufahrtsstraßen klar sind“, sagt Carmen Breitwieser, Leiterin des Krisenstabes des Landes OÖ. Daher wurden mit Polizei und dem Bundesheer Konzepte erarbeitet, wie die Kontrollen in den jeweiligen Regionen aussehen können. „Dabei wurde eine Strategie für jeden einzelnen Bezirk ausgearbeitet, weil es in unserem Land eben sehr starke regionale Unterschiede gibt“, sagt Breitwieser dazu.