Regionalität als "Game-Changer"

Es sind schon verrückte Zeiten: Nach Corona muss sich die Welt nun mit einem Krieg in Europa herumschlagen. Dessen Konsequenzen sind nicht nur für die betroffenen Länder dramatisch: Auch in unseren Breiten steht die Wirtschaft in vielen Bereichen massiv unter Druck.

Dabei sehen nicht wenige in den akutellen Verwerfungen viel mehr als nur eine vorübergehende Episode: Scheint doch die Globalisierung, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten kannten, in etlichen Bereichen am Ende. Zusammenbrechende Lieferketten sind dafür ebenso ein Indiz wie das gebeutelte Vertrauen zwischen einstigen Partnern.

Wenn angesichts der anstehenden  Probleme Werte wie Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit im Fokus stehen, rückt auch die Regionalität wieder stärker in den Mittelpunkt. Besitzt doch diese mit überschaubaren Strukturen, kurzen Wegen und persönlich bekannten Playern viele jener Zutaten, die sie in Krisenzeiten zu einem „Game-Changer“ machen könnten. Diesen zu nutzen, haben wir selber in der Hand: Durch einen bewussten Einkauf, dem Kaffee beim Wirt ums Eck oder dem Griff zu Produkten, hinter denen kein „Global Player“, sondern ein heimisches Unternehmen steht.

Von Bernhard Haudum