Corona als "Elchtest" für den Charakter

Ob es einem passt oder nicht: Das Coronavirus hat uns nach wie vor fest im Griff und ist dafür verantwortlich, dass wir beruflich, gesellschaftlich und privat mit zahlreichen Einschränkungen zu kämpfen haben.

Dass viele Menschen diese nach inzwischen bald zwei Jahren satt haben, ist nachvollziehbar. Dennoch ändern Wut, Frust und Zorn nichts an den Fakten: Das Virus und seine Auswirkungen verlangen uns weiterhin Disziplin, Durchhaltevermögen und Geduld ab.

Diese „Zutaten“ sorgen dafür, dass aus der Pandemie inzwischen auch immer mehr ein Elchtest für den Charakter wird: Kann man sich doch an deren Folgen nicht mit einem Augenzwinkern vorbeischwindeln. Dazu ist das Virus einfach viel zu gefährlich. Tausende Tote sind hier ebenso eine dramatische Mahnung wie die Vielen, deren Leben nach COVID nie mehr so wie vorher sein wird. Daran darf jeder denken, der meint, die Welt drehe sich nur um ihn: „Ich-AG‘s“ sind kein Rezept, um Corona in den Griff zu bekommen. Werte wie Solidarität, Empathie oder Rücksichtnahme mögen nicht rasend populär sein - das Potenzial, zu jenen „Game-Changern“ zu werden, die wir uns alle so sehr herbeisehnen, besitzen sie aber trotzdem allemal.

Von Bernhard Haudum