Wenn man einen Job gerne macht...

Es lässt gestandene Unternehmer, aber auch leitende Angestellte und engagierte Mitarbeiter immer wieder ein bisschen ratlos zurück, wenn in Sachen Arbeitszeit „30 Stunden sind genug“ als die ultimative Zielvorgabe postuliert wird.

Ist doch damit meist gemeint, dass  es für deutlich weniger Arbeit das gleiche Einkommen gibt. Die Frage, wie sich das am Ende des Tages rechnen soll, wird dabei ebenso ausgeblendet wie der Umstand, dass Arbeit eben nicht nur die Beschaffung eines entsprechenden Einkommens, sondern auch ein sinnstiftender Faktor ist.

Zumal die Zufriedenheit im Leben häufig ganz wesentlich mit jener im Job zusammenhängt. Projekte umzusetzen, im Team zu arbeiten oder etwas zu bewegen, ist Teil des menschlichen Naturells. Die Chancen, die ein erfülltes Arbeitsleben dabei bietet, sind vielfältig: Das Leben von Talenten und Stärken zählt da ebenso dazu wie die entsprechende Anerkennung oder die Freude an der Leistung. Diese Faktoren gehen weit über das reine Verdienen von Geld hinaus - und relativieren in Sachen Arbeitszeit ganz viel: Wer etwas mit Leidenschaft macht, hat nämlich meist keine Zeit, ständig auf die Uhr zu blicken...

Von Bernhard Haudum